Einfamilienhäuser im Ruhrgebiet: Die Preissteigerung für Wohnhäuser hat sich im vergangenen Jahr verlangsamt. | © imago images / Rupert Oberhäuser Foto: imago images / Rupert Oberhäuser

Wohnimmobilienindex von Immoscout24

Preise für Einfamilienhäuser steigen weniger stark

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres sind die Kaufpreise für Einfamilienhäuser im Bestand und Neubau nicht mehr so stark gestiegen wie in den Quartalen davor. Das geht aus dem Wohnimmobilienindex (IMX) des Portals Immoscout24 hervor.

Im aktuellen IMX kletterten die Verkaufspreise für Einfamilienhäuser im Bestand im Vergleich zum Vorquartal um nur noch 0,5 Prozent. Ähnlich sieht es bei neugebauten Einfamilienhäusern aus. In diesem Segment stiegen die Kaufpreise im Vergleich zum dritten Quartal um 0,4 Prozent. Damit liegen die Kaufpreissteigerungen bei unter einem Prozent und auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2018.

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„Auf Basis unserer Daten zeigt sich, dass sich vor allem die Preisdynamik in hochpreisigen zentralen City-Lagen abschwächt“, sagt Ralf Weitz, Geschäftsführer von Immoscout24. Immobilienkäufer ziehe es ins Umland und die Außenbezirke der Metropolen. Dort werden neugebaute Häuser teurer.

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen steigen dagegen im gesamtdeutschen Schnitt kontinuierlich weiter an. So kletterten die Angebotspreise zwischen Dezember 2018 und Dezember 2019 um 12,8 Prozentpunkte auf einen Indexwert von 204,2.

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Bestandsmieten stagnieren seit 2018

Bereits seit drei Quartalen stagnieren der Auswertung zufolge die Angebotsmieten im gesamtdeutschen Schnitt. Die Indexwerte für die Wohnungsmieten liegen seit einem Jahr auf dem gleichen Niveau, heißt es.

Mit dem Immobilienindex untersucht Immoscout24 die Miet- und Kaufpreise für Wohnimmobilien deutschlandweit sowie für die fünf größten deutschen Städte. Grundlage sind etwa 15 Millionen Immobilienangebote, die seit 2004 auf Immoscout24 inseriert wurden. Monatlich kommen laut dem Portal 125.000 neue Objekte hinzu.

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