19 Anleihe-Experten klären auf Blasengefahr: Von diesen Anleihe-Segmenten sollten sich Investoren jetzt fernhalten
- AB: „Zerbrechliches Kartenhaus“ Seite 1
- Aberdeen: „Schmerzhaftes Warten“ Seite 2
- AXA IM: „Anzeichen einer Blase“ Seite 3
- Bantleon: „Weit über Vorkrisenniveau“ Seite 4
- BlackRock: „Umkehr unwahrscheinlich“ Seite 5
- Deka: „Gestiegenes Rückschlagpotenzial“ Seite 6
- Deutsche AM: „Renditeanstieg bis Jahresende“ Seite 7
- EdRAM: „Anfällig für Spekulationen“ Seite 8
- Ethenea: „Erhöhte Vorsicht“ Seite 9
- Fidelity: „Anhaltende Seitwärtsbewegung“ Seite 10
- Franklin Templeton: „Spezifisches Thema“ Seite 11
- HSBC GAM: „Zögern mit Begriff Blase“ Seite 12
- J.P. Morgan AM: „Große Rotation“ Seite 13
- M&G: „Zinsrisiko heruntergefahren“ Seite 14
- NN IP: „Es gibt einen fundamentalen Grund“ Seite 15
- Schroders: „Neuen Gegebenheiten anpassen“ Seite 16
- T. Rowe Price: „Korrelationen gewendet“ Seite 17
- UBS AM: „Kurse nicht mehr gerechtfertigt“ Seite 18
- Union Investment: „Ertragspotenzial überschaubar“ Seite 19
Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey werden europäische Staatsanleihen nicht mehr wie in den vergangenen drei Jahrzehnten durchschnittlich knapp 6 Prozent pro Jahr einbringen, sondern zukünftig nur noch 2 Prozent pro Jahr. Weltweit rentieren aktuell Staatsanleihen im Volumen von rund 11,5 Billionen US-Dollar im Minus.
Das gilt als Alarmzeichen: 87 Prozent der jüngst vom CFA Institute befragten Investoren sehen eine Blase an den weltweiten Bondmärkten. Hedgefonds-Manager Paul Singer spricht gar von „der größten Blase, die es je gegeben hat“. Auch Unternehmensanleihen bieten nicht zuletzt durch das Aufkaufprogramm der EZB immer geringere Renditechancen.
Wir haben 19 Anleihe-Experten gefragt: In welchen Anleihesegmenten sehen Sie aktuell eindeutige Anzeichen einer Blase? Oder anders: Von welchen Segmenten sollten sich Investoren aufgrund eines signifikanten Rückschlagspotenzials auf absehbare Zeit fernhalten?
Die Antworten finden Sie auf den folgenden Seiten:
„Zerbrechliches Kartenhaus“
Markus Peters, Senior Portfolio Manager Fixed Income Investments beim Asset Manager AB:
„Wir sehen einen Einbruch bei den Renditen europäischer Unternehmensanleihen. Seit sich die EZB dazu entschloss, Unternehmensanleihen in ihr Kaufprogramm aufzunehmen, hat dieser Trend zugenommen und die Anleihenpreise nochmals nach oben schießen lassen. Wer indexbasiert in europäische Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating anlegt, läuft die Gefahr in Anleihen zu investieren, die sehr teuer sind. Das Risiko ist recht groß, Verluste zu erleiden. Ein nicht unerheblicher Teil der Anleihen hat bereits eine negative Rendite, so dass ein positiver Ertrag von einem weiteren Preisschub durch die EZB abhängig ist. Das ist ein zerbrechliches Kartenhaus, das sich der Anleger auf diese Weise baut.“
