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Bronzebulle vor der New Yorker Börse: Mit einem Preis von über 1.300 US-Dollar pro Feinunze ist der Aufenthalt im sicheren Hafen Gold derzeit besonders profitabel | © Getty Images

BlackRock-Monatsbilanz für August Großer Bullenmarkt für Gold

Was hatten der Goldpreis und der Euro im August gemeinsam? Beide kletterten über sehr markante Kursmarken und sorgten damit für Aufsehen an den Finanzmärkten. Damit aber nicht genug: Der Euro setzte seine Aufwertung seit Jahresbeginn fort und übersprang kurz vor Monatsschluss sogar die Hürde von 1,20 US-Dollar. Damit war die europäische Gemeinschaftswährung aus Sicht der US-Amerikaner zwischenzeitlich so teuer wie seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), war von der Euro-Aufwertung nicht besonders begeistert. Denn ein Kursanstieg von 10 Prozent kostet einer Daumenregel zufolge etwa 0,3 Prozentpunkte bei der Kerninflation. Da diese weiterhin deutlich unterhalb des EZB-Ziels liegt, macht die Euroaufwertung den Exit aus der Nullzinspolitik nicht leichter.

Robuster Euro treibt Goldpreis

Der robuste Euro sowie der spiegelbildlich schwache US-Dollar sind zudem auch nicht ganz unschuldig an dem weiteren Anstieg des Goldpreises. Der Preis für eine Feinunze überschritt vergangenen August die Marke von 1.300 US-Dollar.

Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, macht eine schwache US-Währung das Edelmetall aus Sicht vieler Anleger günstig. Entsprechend steigt die Nachfrage und somit auch der Preis in US-Dollar.

Die schlechte Nachricht aus Sicht eines Euro-Anlegers lautet allerdings: Der Anstieg des Goldpreises seit Jahresbeginn von etwa 13 Prozent – gerechnet in US-Dollar – wird komplett durch das Erstarken des Euros gegenüber dem Dollar von ebenfalls 13 Prozent seit Anfang Januar aufgefressen. Nicht ein einziges Prozent an Performance bleibt somit aus dieser Perspektive erhalten.

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