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Franklin TempletonAktualisiert am 16.09.2021 - 11:07 UhrLesedauer: 4 Minuten
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Wirtschaftsraum mit 585 Millionen Verbrauchern E-Commerce, Fintech und Gaming sind in Südostasien auf dem Sprung

Am indonesischen Unabhängigkeitstag grüßt coronabedingt eine Schülerin per Videoschalte ihre Klasse
Am indonesischen Unabhängigkeitstag grüßt coronabedingt eine Schülerin per Videoschalte ihre Klasse: Die Online-Durchdringung in Südostasien kommt rasch voran. | Foto: IMAGO / NurPhoto
Yi Ping Liao, Franklin Templeton

Die Pandemie hat die Verbreitung des Internets in Südostasien weiter beschleunigt, ähnlich wie der Ausbruch der Sars-Pandemie 2002-2003 die Digitalisierung in China vorangebracht hat. Doch schon zuvor war der Weg für eine dynamische Digitalisierung geebnet: Eine junge mobile Bevölkerung, moderne Kommunikationsnetze und die weite Verbreitung von Smartphones gehören zu den Faktoren, die der Online-Durchdringung in der Region Vorschub leisten.

Im Bereich der Digitalwirtschaft sehen wir für Südostasien immenses Potenzial. Vor allem drei Bereiche haben wir im Blick, die immense Wachstumschancen bieten.

E-Commerce: Die Branche hat trotz steigender Umsätze nach wie vor noch keine große Marktdurchdringung. Das Potenzial ist jedoch riesig: Die Herausbildung verschiedener Geschäftsmodelle ermöglicht selbst traditionellen Kleinunternehmen, an der Digitalisierung teilzuhaben.

Claus Born, Franklin Templeton

Finanztechnologie (Fintech): Weil viele Menschen in Südostasien keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Banken und Bargeld haben, füllen zunehmend eine Reihe von Fintech-Unternehmen die Lücke.

Gaming: Erfolgreiche Online-Spiele haben ein weltweites Publikum gefunden. Im Rahmen von Online-Gaming entwickeln sich soziale Foren, die Chatfunktionen und weitere Unterhaltungsformen integrieren, um das Engagement der Nutzer und das Monetarisierungspotenzial zu steigern.

Die Börsenkapitalisierungen schnell wachsender Unternehmen in diesen Bereichen sind kräftig gestiegen. Für Anleger bieten sie nicht nur Rendite, sondern auch Diversifizierung zu den in Anlegerportfolios weit verbreiteten chinesischen Online-Anbietern. Gerade aktive Investoren, die sowohl mit der Entwicklung in China vertraut sind als sich auch im südostasiatischen Raum auskennen, dürfte die Identifizierung der besten Chancen vor Ort gelingen.

China zeigt, wie die Entwicklung in Südostasien weitergehen kann

Südostasiens Onlinehandel steht an einem Wendepunkt. Die ohnehin schon rasante Entwicklung dürfte sich noch beschleunigen, da Covid-19 Arbeit, Bildung und andere wichtige Aktivitäten ins Internet verlagert hat. Die sechs größten Volkswirtschaften der Region – Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam – verzeichneten im Jahr 2020 rund 40 Millionen neue Internetnutzer, womit die Gesamtzahl der Nutzer auf 400 Millionen anstieg, was einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber 2019 entspricht, wie eine von Google in Auftrag gegebene Studie herausgefunden hat. Von denjenigen, die neue digitale Dienste zum ersten Mal ausprobierten, gaben 94 Prozent an, dass sie mindestens einen der Dienste auch nach der Pandemie weiter nutzen würden.

Investoren, die die Entwicklung der Digitalisierung in Südostasien im Blick haben, orientieren sich an China: Der Ausbruch der Sars-Pandemie im Jahr 2002 markierte den Beginn des E-Commerce und anderer Internetdienste im Reich der Mitte. So legte die in China ansässige Alibaba Group den Grundstein für den Erfolg ihrer Online-Shopping-Plattform Taobao in der Sars-Epidemie. Im vergangenen Jahr erzielten Taobao und andere Plattformen von Alibaba allein beim jährlichen Shopping-Event Singles‘ Day einen Umsatz von umgerechnet 74,1 Milliarden US-Dollar.

Nicht zuletzt mit dem Blick auf den Vorreiter China dürfte Südostasien für Anleger viele Chancen bieten. Die Länder der Region befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien und bilden insgesamt einen eindrucksvollen Markt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 3 Billionen US-Dollar, hinter dem sogar Indien, die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Region, zurückbleibt, wie der IWF berechnet hat. Rund 585 Millionen Menschen leben in der Region, wobei eine wachsende Mittelschicht in der Lage ist, mehr Geld auszugeben.

Mehr zu Anlagechancen in den Schwellenländern erfahren Sie hier.

Wichtige rechtliche Hinweise:

Diese Unterlage soll ausschließlich allgemeinem Interesse dienen und ist nicht als persönliche Anlageberatung oder Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer Anlagestrategie zu verstehen. Sie stellt auch keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen, Aussagen und Analysen geben die aktuelle Einschätzung zum Erscheinungsdatum (oder in einigen Fällen zu einem bestimmten Datum) wieder und können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Die vorliegenden Informationen stellen keine vollständige Analyse aller wesentlichen Fakten in Bezug auf ein Land, eine Region oder einen Markt dar.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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