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Schachturnier: Finanzberater müssen für spezifische Kundenanforderungen die richtige Auswahl treffen. | © Getty Images

Für Finanzberater

So erklären BlackRock-Manager Smart Beta und Alpha

Aktiv hier, passiv dort: Diese einfache Unterscheidung gibt es in der Vermögensverwaltung nicht mehr. Finanzberatern steht heute ein breites Sortiment an Anlageprodukten zur Verfügung. Ihre Aufgabe ist es, für spezifische Kundenanforderungen die richtige Auswahl zu treffen.

Es gibt Produktkategorien, die leicht erklärbar und voneinander unterscheidbar sind: passives Investieren nach marktkapitalisierungsgewichteten Indizes in ETFs und aktives Fondsmanagement mit Titelauswahl nach Fundamentaldaten. Es gibt aber auch Strategien und Produkte im Aktiv-Passiv-Kontinuum, wie die nachfolgende Grafik zeigt:

Das Aktiv-Passiv-Kontinuum

                                                                                    Quelle: BlackRock per Januar 2018

Bei Produkten im Aktiv-Passiv-Kontinuum müssen Berater genau hinschauen und Kunden etwas mehr erklären, um die Unterschiede herauszuarbeiten – Smart Beta im Vergleich zu aktiven Strategien für systematisches Alpha etwa.

Smart Beta-Strategien sind Anlegern bereits seit einigen Jahren bekannt: In Form von ETFs realisiert, basieren sie auf speziellen Indizes, die nicht marktkapitalisierungsgewichtet sind. Auf diese Weise werden Stilfaktoren wie Value, Momentum oder Quality in Portfolios genutzt. Durch die Abweichung von den marktkapitalisierungsgewichteten Benchmarks ergeben sich damit abhängig von Konjunkturzyklen Outperformance-Chancen. Mit Smart-Beta-Strategien nutzen Anleger Stilfaktoren über ganze Märkte auf Basis von Indizes, die so gewichtet sind, dass sie den jeweiligen Faktor verstärkt berücksichtigen.

Alpha-Strategien basieren auf Titelselektion

Systematisches Alpha dagegen beruht wesentlich auf der Titelselektion. Ganz im Sinne aktiver Strategien stehen einzelne Unternehmen mit ihren Fundamentaldaten, spezifischen Risikofaktoren und Chancen im Fokus. Dabei werden aber neue Wege beschritten, um Antworten auf die Fragen der Portfoliomanager nach beherrschenden Makrothemen, Marktstimmungen und Fundamentaldaten zu finden. Gerade die Analyse von Big Data kann dazu beitragen, schneller Informationen über Werthaltigkeit und Aussichten einzelner Unternehmen zu erhalten.

Smart Beta verlangt vom Anleger immer die aktive Entscheidung, zu einem Zeitpunkt in einen bestimmten Faktor zu investieren. Dadurch kann gegenüber dem breiten Markt eine Outperformance erzielt werden, wenn die entsprechenden Zyklusphasen dies begünstigen. Bei systematischen Alpha-Strategien wird dem Anleger dagegen keine Entscheidung zum Timing abverlangt. Denn die Selektion von Einzeltiteln, die sich überdurchschnittlich entwickeln können, kann jederzeit zur Outperformance gegenüber dem Markt führen. Fonds, die auf Strategien für systematisches Alpha beruhen, bieten damit eine andere Möglichkeit als Smart-Beta-Produkte, um das Portfolio eines Kunden in Bezug auf Preis und Leistung zu positionieren.

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