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Toby Gibb, Leiter Investment Directing bei Fidelity, erläuterte die Vorteile des themenbezogenen Investments in Megatrends. | © Fidelity International / marcostirn photography

Investieren in Megatrends Demografischer Wandel, neue Technologien oder Nachhaltigkeit?

In einer globalisierten Welt entwickeln sich Megatrends parallel und beeinflussen sich gegenseitig. Die technische Entwicklung ist dabei der zentrale Treiber bei der Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft. Megatrends gelten daher als Schlüsselfaktoren des gesellschaftlichen und technologischen Wandels – und als attraktives Investmentthema.

Toby Gibb, Head of Investment Directing der Fidelity, führte die Vorteile des themenbezogenen Investments in Megatrends aus. Dazu gehören das strukturelle Wachstum, Diversifizierung, die gute Vorhersagbarkeit langfristiger Trends, attraktive Renditen und ein fokussierter Anlageansatz. Gibb benannte mehrere Faktoren, die ein Thema benötigt, um investierbar zu sein. Neben einer globalen Reichweite, langfristigen und erheblichen Wachstumschancen, ist auch ein Anlageuniversum mit ausreichend Raum für die Diversifizierung eine wesentliche Voraussetzung.

Laut Fidelity erfüllen die Themen Demografischer Wandel, Neue Technologien und Nachhaltigkeit alle wesentlichen Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Investmentstory. Zu jedem dieser Megatrends hat das Haus einen eigenen Fonds aufgelegt. Je ein Experte aus dem jeweiligen Fondsmanagement stellte sich den Fragen des Moderators Carsten Roemheld, Leiter Fund Selection Unit von Fidelity. Die Besucher nutzten zudem die Möglichkeit während der Vorträge über ihre Mobiltelefone direkt Fragen zu stellen, die Roemheld dann während den Präsentationen aufgriff.

China ein wesentlicher Faktor

Hyun Ho Sohn, Fondsmanager des Fidelity Global Technology Fund Fidelity, stellte seine Portfoliokonstruktion vor. Als zukunftsträchtige Bereiche nannte der Experte unter anderem Gaming, Elektrofahrzeuge und Künstliche Intelligenz. Auch Chinas ehrgeizige Wachstumspläne in der Herstellung von Computerchips spielen eine wichtige Rolle. „Die Technologien zu verstehen ist dabei nur einer der Schritte. Bei der Auswahl der Titel ebenso wichtig sind die Marktstimmung, die aktuelle Bewertung und die Fundamentaldaten der Unternehmen“, so Sohn.

Bernard Lecourt managt den Fidelity Sustainable Water & Waste Fund Fidelity, ein Fonds, der sowohl in die komplette Wasser-Wertschöpfungskette, als auch in den Abfallmarkt investiert. Dieses Segment wird sich voraussichtlich bis 2030 glatt verdoppeln. Dabei erläuterte der Fondsmanager auch, wie intensiv der Wasserbrauch der Industrie ausfällt. So werden zur Herstellung einer Tasse Kaffee 140 Liter, für ein Paar Schuhe 8.000, für ein T-Shirt 2.700 und für die Produktion eines Kraftfahrzeugs 144.300 Liter Wasser benötigt.

Lecourt identifizierte acht verschiedene Haupttreiber für die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von Wasser und Abfall. Dazu gehören unter anderem das Bevölkerungswachstum, die weltweit zunehmende Verstädterungsrate und dass es nur wenige weltweit operierende Konzerne in diesem Segment gibt. In der Regel investiert der Fonds etwa zu zwei Dritteln in Wasser und zu einem Drittel in die Abfallwirtschaft.

Wachstum der Mittelschicht spielt wichtige Rolle

Saurabh Sharma repräsentierte den Fidelity Global Demographics Fund und sprach über den Megatrend der weltweiten demographischen Entwicklung. Im Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung 9,1 Milliarden Euro erreicht haben. „Das bedeutet bis dahin benötigen wir 55 Prozent mehr Trinkwasser, 70 Prozent mehr Lebensmittel und 80 Prozent mehr Energie“, so Sharma. Allein bis zum Jahr 2030 wird etwa der Konsum der wachsenden Mittelschicht – ein zentraler demographischer Untertrend – um 29 Billionen US-Dollar zugenommen haben. Ein Großteil dieses Wachstums erfolgt dabei in Asien.

Zum Ende der kompakten halbtägigen Tagung lieferte Christian Rieck, Professor für Finance und Wirtschaftstheorie an der Frankfurt University of Applied Sciences, einen unterhaltsamen und runden Abschluss. Der Wissenschaftler zeigte auf, welche Qualitäten und Probleme Roboter als Fondsmanager mit sich bringen und wie sich künstliche Intelligenz von Menschen recht einfach überlisten lässt.

Mehr Informationen in unserer Bilderstrecke zum Megatrend-Event hier >>

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