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Reform der Altersvorsorge „Diskussion um Riester-Rente sollte versachlicht werden“

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Als die Riester-Reform am 1. Januar 2002 an den Start ging, bedeutete dies einen tiefen Einschnitt in das deutsche Rentenversicherungssystem. Der nach dem Krieg eingeführten gesetzlichen Rente wurde eine staatlich geförderte private Vorsorge zur Seite gestellt, um die Finanzierbarkeit der Altersvorsorge auch in einem sich ändernden demografischen Umfeld langfristig zu sichern.

Das Konzept war neu und fand nicht nur Befürworter. Bis heute wird in der Öffentlichkeit immer wieder über die Riester-Rente diskutiert. „Der 15. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und zu hinterfragen, was gut gelaufen ist und was nicht“, sagt Wolfram Erling (Foto links: Union Investment). 

Der Leiter Zukunftsvorsorge bei der Fondsvermögensverwaltung in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe begleitet die Riester-Rente von Union Investment fast vom ersten Tag an. Nach anderthalb Jahrzehnten steht für ihn fest: „Die Riester-Rente kann nicht alle Probleme in der Altersvorsorge lösen. Aber das war auch nie ihr Ziel. Ihr ist es aber gelungen, einen großen Teil der Förderberechtigten zu erreichen und ihre Vorsorgelücke zu verkleinern.“

16,5 Millionen Verträge

Nach 15 Jahren gibt es in der Riester-Rente rund 16,5 Millionen Verträge. Das entspricht einer Quote von über 40 Prozent der Förderberechtigten. Erling sieht darin einen Beleg, dass sich die Riester-Rente trotz vieler Diskussionen als Instrument der Altersvorsorge etabliert hat. „Für eine freiwillige Vorsorgelösung ist das eine beachtliche Akzeptanz. Sie zeigt, dass die Riester-Rente beliebter ist, als einige politisch motivierte Aussagen glauben machen wollen.“

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