Technologiebranche Die Aussichten für Tech-Aktien bleiben rosig

Chinesische Service-Roboter: Neue Anwendungen bei künstlicher Intelligenz und Robotik beginnen sich gerade erst herauszubilden. | © Getty Images

Chinesische Service-Roboter: Neue Anwendungen bei künstlicher Intelligenz und Robotik beginnen sich gerade erst herauszubilden. Foto: Getty Images

Hyun Ho Sohn, Fondsmanager des Fidelity Global Technology Fund

Die langfristigen Treiber haben weiterhin Bestand

Tech-Aktien wurden 2018 von zahlreichen Sorgen belastet. Neben zunehmender Regulierung waren hierfür auch die eskalierenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie die Angst vor einem langsameren globalen Wachstum verantwortlich. Doch trotz des Gegenwinds haben die langfristigen Treiber der Branche weiterhin Bestand. Technologiefirmen weisen verglichen mit anderen Branchen sehr starke Kennzahlen wie Gewinne, Margen und Verschuldungsquoten auf. Nach wie vor gibt es eine Vielzahl starker, attraktiv bewerteter Unternehmen, die in Bereichen tätig sind, in denen der technologische Wandel strukturelle Veränderungen erzwingt. Einige Anleger machen sich wegen der hohen Bewertungen im Technologiesektor Sorgen. Im langjährigen Vergleich und gegenüber anderen Branchen sind Tech-Aktien aber immer noch attraktiv bewertet, denn sie profitieren von langfristigen Wachstumsthemen und ihren robusten Fundamentaldaten. All das verheißt Gutes für die Branche.

Zurückhaltung bei den Giganten der Branche

Bei Anlegern wird sich meines Erachtens zunehmend die Erkenntnis durchsetzen, dass der Sektor weit mehr zu bieten hat als nur die bekannten Mega-Caps, etwa die Aktien der FAANG-Gruppe. Der extrem enge, momentum-getriebene Markt, den wir 2017 und über weite Strecken 2018 gesehen haben, ist relativ ungewöhnlich, hat aber Anleger darauf konditioniert, mehr zu erwarten. Ich halte eine Fortsetzung dieser Entwicklung jedoch für unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte der Markt 2019 wieder zur normalen Marktbreite zurückfinden, sodass eine größere Anzahl von Aktien den Technologiemarkt anführen wird.

Dagegen könnte die schwächere Performance der FAANG-Aktien, wie beim Ausverkauf im Oktober 2018 gesehen, 2019 anhalten. Ich bin bei den meisten dieser Giganten zurückhaltend. Der Grund: Eine wachsende Rivalität zwischen ihnen und steigende regulatorische Anforderungen bringen höhere Investitionen und Kosten mit sich, die ihre Renditen belasten. Zudem sind einige dieser Megatitel viel zu hoch bewertet, was wenig Spielraum für enttäuschende Quartalsberichte lässt, wie die Marktreaktion auf die jüngsten Zahlen von Amazon gezeigt hat.

Viele Technologien stehen erst am Anfang

Aus technischen Innovationen entstehen viele Themen, in die Anleger investieren können. Autonom und elektrisch fahrende Autos, künstliche Intelligenz und Robotik befinden sich noch in den Kinderschuhen. Weltweit wachsen Internetnutzung und E-Commerce rasant, begleitet von einer deutlichen Zunahme des mobilen Datenverkehrs. Unternehmen investieren derweil stark in Informationstechnologie. Die Kombination aus Big Data und dem Internet der Dinge (IoT) bedeutet, dass immer mehr smarte Geräte mit einem Internetzugang ausgestattet sind. IoT und Big Data stellen die Weichen für bahnbrechende Fortschritte bei der Automatisierung, Stichwort: industrielle Revolution 4.0.

Das Portfolio profitiert weiterhin von Fusionen und Übernahmen, denn viele kleinere Technologieunternehmen haben strategisches Wertpotenzial. Chancen zeichnen sich auch im Zusammenhang mit der faltbaren Smartphone-Technologie ab, die Smartphones neuen Schub verleihen könnte. IT-Dienstleister sind seit Langem im Portfolio untergewichtet. Aber viele Anbieter in diesem Bereich unterstützen ihre Kunden inzwischen bei der Digitalisierung und Modernisierung ihrer Systeme. Zudem sehen wir im Zusammenhang mit der Einführung von 5G Anlagechancen in der Telekommunikation und der dafür erforderlichen Infrastruktur.

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