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Verbraucherumfrage von Union Investment Deutsche sitzen das Zinstief weiterhin aus

Zwei von drei Deutschen rechnen mit gleichbleibend niedrigen Zinsen in den kommenden Jahren. Jeder fünfte geht sogar davon aus, dass die Zinsen noch weiter sinken werden. Das ist Ergebnis einer Studie von Union Investment. Im Auftrag des Vermögensverwalters der Volks- und Raiffeisenbanken befragten Marktforscher von Forsa insgesamt 500 Finanzentscheider aus privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren.

Eine Studie von Union Investment zeigt: Deutsche Verbraucher sind sich bewusst, dass ihr Geld in klassischen Sparformen weniger wird, ändern jedoch kaum etwas an ihrem Sparverhalten. Quelle: Union Investment

Die Krux: Während die meisten offenbar wissen, dass Vermögen in traditionellen Sparformen wie Sparbuch oder Tagesgeldkonto gar nicht anders kann als dahinzuschmelzen und jeder Verbraucher heutzutage besser verschärft auf die Verzinsung seines Geldes achten sollten, ziehen nur wenige daraus auch praktische Konsequenzen. Beinahe jeder zweite hat demnach aktuell keine Lust, nach Alternativen Ausschau zu halten.

Dabei mangelt es prinzipiell nicht an Ideen: Vier von fünf Befragten halten eine eigene Immobilie für eine gute Geldanlage, mehr als jeder zweite findet das Edelmetall Gold interessant. Für Aktien sprechen sich 47 Prozent, für eine Anlage in Investmentfonds immerhin noch 39 Prozent der Befragten aus. Allerdings gibt es hier in der öffentlichen Wahrnehmung offenbar Hürden: Den Studienautoren fiel auf, dass vor allem diejenigen Aktien oder Fonds als sinnvolle Anlage erachten, die hier bereits Geld investiert haben.

Insgesamt offenbart die Studie, dass deutsche Verbraucher dem Thema Geldanlage weiterhin recht passiv gegenüberstehen. So wollen 41 Prozent der Befragten erst einmal abwarten statt ihr Erspartes so schnell wie möglich in lukrativere Anlagen umzuschichten. Jeder Vierte hat auch schon darüber nachgedacht, in den heimischen vier Wänden mehr Bargeld zu horten. Verstärkter Konsum kommt für die meisten Verbraucher angesichts des Zinstiefs hingegen weniger in Fragen. Nur jeder vierte möchte sich von seinem Geld aktuell etwas Größeres gönnen.

„Die Mini- beziehungsweise Nullzinsen werden uns auf unabsehbare Zeit erhalten bleiben“, warnt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. „Anleger müssen umdenken, ihr Vermögen streuen und andere Renditequellen wie Aktien, Immobilien und ausgewählte Anleihen erschließen.“

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