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Beamter sein reicht nicht 4 Gründe für Polizisten, sich zusätzlich zu versichern

Polizisten bei einer Demonstration
Polizisten bei einer Demonstration: Die Polizeiarbeit zählt zu den risikoreichsten Beschäftigungen, daher sollte die Gesundheit gut abgesichert werden, rät Versicherungsmakler Enis Eisfeld. | Foto: Unsplash.com

Für Beamte gelten andere Regeln: Die Norm für Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit und Rentenregelungen weicht von denen der normalen Arbeitnehmer stark ab. Je nach beruflicher Stufe sollten auch Beamte ihren Versicherungsschutz an ihre Bedürfnisse anpassen.

1.     Unzureichende Absicherung von Dienstrisiken durch Dienstherrn

Die Polizeiarbeit zählt zu den risikoreichsten Beschäftigungen – Verletzungen im Dienst und stressbedingte Ausfälle sind nicht selten und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Entsprechend müssen sie abgesichert werden. Da Polizisten keinen Beruf, sondern einen Dienst ausüben, benötigen sie dafür eine Dienstunfähigkeitsversicherung.

Zwar besteht auch eine Grundabsicherung durch den Dienstherrn, jedoch deckt diese nie das volle Einkommen und ist darüber hinaus mit diversen Fallstricken versehen. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung schafft in diesem Fall Abhilfe, indem sie einen größeren Teil des Einkommens und eine Auswahl an Zusatzleistungen sichert. Dies macht sie zu einer sinnvollen Investition, um Versorgungslücken durch anhaltende Dienstunfähigkeit vorzubeugen.

2.     Der Verursacher haftet für Schäden – auch als Polizist

Im Rahmen ihres Dienstes geraten Polizisten oft in Situationen, in denen sie sich für ihre Handlungen verantworten müssen. Besonders im Fall von Sach- oder Personenschäden kommt es vor, dass Bund und Länder Polizeibeamte dafür in Regress nehmen. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten entstehen jedoch mitunter Problemsituationen, die nicht Teil der Polizeiausbildung sind: Hat beispielsweise ein Dienstfahrzeug einen Motorschaden, weil es falsch betankt wurde, gilt dies als Eigenverschulden und die Verantwortlichen müssen dafür aufkommen.

Das kann schnell teuer werden – mehrere tausend Euro Schadenersatz sind keine Seltenheit bei schwerwiegenden Sachschäden. Um dieses finanzielle Risiko abzusichern, ist daher eine Diensthaftpflichtversicherung anzuraten. Sofern kein Vorsatz bestanden hat, kommt eine solche für Regressforderungen auf.

3.     Pensionsansprüche sinken weiter – private Altersvorsorge wird wichtiger

Als Beamte haben Polizisten einen Anspruch auf eine Pension im Alter. Diese ist steuerrechtlich bessergestellt als die normale Rente eines Angestellten. Wer deshalb denkt, bereits bestmöglich abgesichert zu sein, irrt sich: Schon heute entsteht mit dem Eintritt in den Ruhestand eine klaffende Versorgungslücke, während die Kaufkraft weiter sinkt und weitere Kürzungen der Pensionssätze in vielen Bundesländern im Gespräch sind.

Als zusätzliches Standbein der Altersvorsorge empfiehlt es sich daher für Polizeibeamte, die bestehenden Ansprüche zu recherchieren und optimal zu nutzen. So ermöglichen vermögenswirksame Leistungen vom Dienstherrn es bereits, Versorgungslücken im Alter zu reduzieren. Kurzum: Wer diese aus Unwissenheit nicht nutzt, verschenkt Geld, das später benötigt wird.

4.     Eigene Vorsorge schafft klare Verhältnisse

Wenngleich Beamte noch immer besser dastehen als Angestellte, ist ihre Vorsorgesituation nicht ideal: Bund und Länder werden auch in Zukunft weiter die Pensions- und Beihilfesätze kürzen, während viele Risiken im Dienst schon heute nur unzulänglich durch den Dienstherrn abgesichert sind. Es gibt daher nicht den "richtigen" Zeitpunkt, um mit der Vorsorge anzufangen – es gilt schon heute für morgen vorzusorgen. 

Über den Autor:

Enis Eisfeld ist gemeinsam mit Kolja Schneider Geschäftsführer der Kees Finanzberater, die unter anderem hinter dem Konzept von blaulichtversichert steht. Das Unternehmen unterstützt Beamte dabei, die richtigen Versicherungen zu finden. Weitere Informationen unter: https://kees-finanzberater.de/ und https://www.blaulichtversichert.de/

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