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Aktienkurse: Bei der Altersvorsorge spielen Aktien in anderen Ländern eine wesentlich wichtigere Rolle als in Deutschland. | © Rainer Sturm / <a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Sichere Altersvorsorge mit Aktien „Beim Sparen kann Deutschland von Anderen lernen“

Das Deutsche Aktieninstitut fordert, Aktien stärker in der Altersvorsorge einzusetzen. Hierbei könne Deutschland von anderen Ländern lernen, sagt Christine Bortenlänger. Sie ist Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts (DAI), das jetzt eine Studie hierzu veröffentlicht hat.

Die DAI-Experten vergleichen darin das deutsche Rentensystem mit denen in Australien, Großbritannien und Schweden. Diese Länder weisen jeweils einen wesentlich höheren Aktienanteil in der Altersvorsorge auf. Und die dort in Aktien investierten Rentenbeiträge bringen jährlich Erträge bis zu 10 Prozent.

Von diesen überdurchschnittlich hohen Einkünften in Zeiten niedriger Zinsen profitierten aber nicht nur Reiche: Denn es würden „große Teile der arbeitenden Bevölkerung mehr oder weniger verpflichtend in die Altersvorsorge mit Aktien eingebunden“. Laut DAI kommen diese Erträge daher vielen Menschen zugute.

Vorsorge zukunftsfest

Christine Bortenlänger, DAI

„Andere Länder haben uns vorgemacht, wie man mit Aktien die Altersvorsorge zukunftsfest machen kann“, kommentiert DAI-Chefin Christine Bortenlänger. „Um das Potenzial für zukünftige Rentnergenerationen voll auszuschöpfen, muss Deutschland zeitnah ein Ansparverfahren mit Aktien einführen.“

Dem DAI zufolge sollte diese kapitalgedeckte Vorsorge die Regel sein, die nur durch ausdrückliches Ablehnen vermieden wird (sogenannte Opt-Out-Regel). Außerdem sollte ergänzend eine „kostengünstige, privatwirtschaftlich organisierte Standardlösung“ angeboten werden.

Breite Akzeptanz

„Das Opt-Out stellt sicher, dass die in das Ansparverfahren Einbezogenen dieser Einbeziehung widersprechen können“, erklärt Bortenlänger. „Die Standardlösung gewährleistet bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine hohe Akzeptanz des Ansparverfahrens.“

„Die Altersvorsorge in Deutschland muss mit den Instrumenten, die uns der Kapitalmarkt bietet, sinnvoll kombiniert werden“, so Bortenlänger weiter. „Vor allem den jüngeren Generationen gegenüber sind wir bisher die Antwort schuldig geblieben, wie wir sie mit Blick auf das gesetzliche Umlageverfahren entlasten wollen.“

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