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Dan Schulman, Präsident und CEO von Paypal. Die Aktie des kalifornischen Bezahldienstes wurde 2015 in den Nasdaq-Index aufgenommen. Seit dem hat sich der Aktienwert verdreifacht. | © Getty Images

Blackrock zu IT-Investments Finanzsektor

„Themeninvestments in Fintechs sind keine Eintagsfliege“

Preisfrage: Wer investiert derzeit am meisten in IT? Sind es die High-Tech-Unternehmen? Die Versorger mit komplexen Netzen und Kundenstrukturen? Die Versicherer? Oder die Finanzdiensleister? Die für viele vielleicht unerwartete Antwort: Es ist der Bankensektor. Fast 9 Prozent der Erlöse gehen als Mittelwert in IT-Services. Selbst High-Tech-Konzerne kommen weltweit nur auf gut 5 Prozent, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Banken: Spitzenposition bei IT-Ausgaben

Quelle: CEB, CEB IT Budget Benchmark, Arlington VA, 31. Dezember 2016

Das hohe Investitionsvolumen verwundert weniger, wenn Anleger bedenken, wie stark sich der Markt für Finanzdienstleistungen verändert. So werden für das kommende Jahr 726 Milliarden digitale Bezahltransaktionen erwartet, vor allem Zahlungen über Bank- und Kreditkarten.

Darüber hinaus nutzen weltweit 94 Prozent aller Bankkunden unter 35 Jahren Online-Banking-Angebote. Neben dem Zahlungsverkehr und Bankkonten werden auch die Kreditvergabe, Investments und Versicherungen immer stärker mit weitgehend digitaler Unterstützung angeboten. Insbesondere am Aufkommen von Peer-to-Peer-Lösungen zeigt sich, dass traditionelle Player wie Banken ihre Angebote neu gestalten müssen, wollen sie ihre angestammten Geschäftsfelder auch weiterhin erfolgreich behaupten.

Fakt ist: Eine neue Art von Akteuren mit neuen Geschäftsideen sorgt für spürbare Herausforderungen in einem intensiveren Wettbewerb. Das gilt übrigens genauso für Bezahlsysteme, bei denen Technologie- und Handelsriesen wie Apple oder Amazon massiv tätig werden.

Anleger können von Wachstumschancen profitieren

Die Auswirkungen dieser disruptiven Umwälzungen sind dabei für die Endverbraucher nicht immer sichtbar: Während Banken ihre Infrastruktur digitalisieren, profitieren Softwareanbieter mit spezialisierten Angeboten von den neuen Entwicklungen. All das macht das Thema Finanzdienstleistung und technologischer Fortschritt für Anleger enorm spannend.

Insbesondere für alte und neue Player, die sich im Umbruch erfolgreich positionieren, ergeben sich überdurchschnittliche Wachstumschancen. Anleger können von diesen profitieren. Und das im großen Maßstab, schließlich steht der Finanzsektor für ganze 25 Prozent der Unternehmenseinnahmen im Weltaktienindex MSCI World.

Übrigens: In der relativ frühen Phase dieses Wandels kann es für Anleger durchaus lohnend sein, für ein solches Investment auch ein aktiv gemanagtes Fondsprodukt ins Auge zu fassen. Denn die Entwicklungen einzelner Unternehmen können unerwartete Chancen bieten – ebenso wie Risiken, auf die Fondsmanager durch aktive Investitionsentscheidungen reagieren können.

Asien-Pazifik-Raum führend bei Fintech-Entwicklung

Eines ist klar: Ein Themeninvestment in den Fintech-Sektor ist keine Eintagsfliege, weshalb es langfristig auch Chancen auf attraktive Renditen eröffnen sollte. Immerhin wird das Thema von mindestens zwei Megatrends gestützt: Zum einen ist das der „technologische Durchbruch“. Zum anderen aber auch die Verlagerung der wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse in Richtung Asien.

Schon jetzt steht der Asien-Pazifik-Raum bei der Entwicklung des Fintech-Ökosystems für die höchsten Wachstumsraten. So soll bis zum Jahr 2026 das Volumen im digitalen Zahlungsverkehr um 179 Prozent steigen – und damit absolut den dreifachen Wert der USA erreichen.

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