BlackRock zu Themeninvestments Wo in Zukunft Kapital benötigt wird

Male: Die Hauptstadt der Malediven wird versinken, steigt der Meeresspiegel weiter an. Die Reduktion der dafür verantwortlichen CO2-Emissionen kann Investment-Chancen schaffen. | © Getty Images

Male: Die Hauptstadt der Malediven wird versinken, steigt der Meeresspiegel weiter an. Die Reduktion der dafür verantwortlichen CO2-Emissionen kann Investment-Chancen schaffen. Foto: Getty Images

Themeninvestments gelten als Möglichkeit für Anleger, Megatrends in ihre Portfolios zu holen. Experten von BlackRock identifizieren fünf Megatrends: Verlagerung der wirtschaftlichen Kräfte, zunehmende Urbanisierung, technologischer Durchbruch, Demographie und sozialer Wandel sowie Klimawandel und Ressourcenknappheit.

Beispiele für Themeninvestments sind etwa digitale Sicherheitslösungen (Digital-Security), Automation und Robotics, alternde Bevölkerung (Ageing-Population), Erneuerbare Energien (Clean-Energy) und Innovationen in der Gesundheitsbranche (Healthcare-Innovation). Viele dieser Themen profitieren nicht nur von einem Megatrend, sondern von mehreren. Das Thema Healthcare-Innovation zum Beispiel profitiert von der demographischen Entwicklung und dem technologischen Durchbruch. Doch welche Rolle können Themeninvestments im Portfolio spielen?

Langfristanlage im Kernportfolio

Wie Stephanie Lang, BlackRock Portfolio Analysis and Solutions, erläutert, kann neben der Möglichkeit, von Grund auf diversifizierte Themenportfolios zu entwickeln, die Beimischung von Themeninvestments zu bestehenden Portfolios für viele Anleger interessant sein. Lang macht allerdings auch klar: Themen sind keine klassischen Satelliten im Sinne von temporär gesetzten taktischen Schwerpunkten in Portfolios. Themeninvestments, die ja von langfristig wirksamen Megatrends profitieren, passen als Beimischung ins Kernportfolio – und zwar für die Langfristanlage.

Überdurchschnittliche Renditechancen

Um herauszufinden, wie sich Themeninvestments auf das Portfolio auswirken, hat BlackRock 500 Portfolios mit 120 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen untersucht. Das Ergebnis: Durch eine Beimischung von Themeninvestments wird gegenüber einem breit streuenden Ausgangsportfolio ohne Themenschwerpunkt ein leicht erhöhtes Aktienrisiko und eine leicht erhöhte Branchenkonzentration bewirkt. Das ist selbsterklärend, denn so soll es ja sein. Es geht bei Themeninvestments darum, an den überdurchschnittlichen Renditechancen von bestimmten Unternehmen teilzuhaben, die von einem Thema profitieren.

Diversifizierbare Länderrisiken

Schon überraschender: Das Währungsrisiko für Euroanleger blieb bei der Untersuchung von BlackRock im Schnitt etwa gleich. Und besonders die Länderdiversifikation verbesserte sich sogar. Das ist eine Folge der Gleichgewichtung von Aktien in Themenindizes.

Themenindizes weisen somit keinen typischen US-Schwerpunkt auf, wie er oft bei Portfolios entsteht, deren Allokation auf Marktkapitalisierung beruht. Werden sie zu einem solchen Portfolio beigemischt, können sie daher dazu beitragen, Länderrisiken besser zu diversifizieren. Themeninvestments sind somit nicht nur eine Möglichkeit, die Chancen von Megatrends ins Portfolio zu holen. Darüber hinaus können Sie auch einen Beitrag zur Risikodiversifikation im Kernportfolio leisten.