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Gesetzliche Krankenversicherung Krankenkassen benötigen höheren Bundeszuschuss

Frau mit Mundschutz: Der Kampf gegen das Coronavirus führt zu steigenden Kosten im Gesundheitssystem.
Frau mit Mundschutz: Der Kampf gegen das Coronavirus führt zu steigenden Kosten im Gesundheitssystem. | Foto: Anna Shvets
Doris Pfeiffer, GKV-Spitzenverband

Auch unter „Krisenbedingungen“ müsse die gesundheitliche Infrastruktur in Deutschland funktionieren, sagt Doris Pfeiffer. „Wir sorgen dafür“, zitiert sie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in einem aktuellen Interview. „Wir wollen den vielen Menschen, die sich jetzt in vorderster Reihe um die Patienten kümmern, den Rücken freihalten.“ Dazu bezahlten die Krankenkassen „alles, was im Kampf gegen Corona nötig ist”, so die oberste Kassenchefin weiter. „Wir achten darauf, dass Kliniken und Ärzte mit der erforderlichen Liquidität versorgt werden, damit sie leisten können, was medizinisch notwendig ist.“  

„Eine starke Solidargemeinschaft“ 

„Die gesetzliche Krankenversicherung mit ihren 73 Millionen Versicherten ist eine starke Solidargemeinschaft, die große Lasten schultern kann", erklärt Pfeiffer. Der sogenannte Gesundheitsfonds verfüge über finanzielle Reserven, die nun dringend gebraucht würden. Falls die darin gesammelten Beiträge der Arbeitgeber und Kassenmitglieder nicht ausreiche, müsse möglicherweise der Bund einspringen. „Spätestens im Herbst werden wir einen Kassensturz machen, um zu sehen, wo wir finanziell stehen“, Pfeiffer. Dann müsse man eventuell über einen höheren Bundeszuschuss sprechen.

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