Matthias Hoppe, Franklin Templeton Multi-Asset Solutions Der Skeptizismus an den Märkten stimmt optimistisch

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Risikofaktoren kennen und im Blick behalten

Dennoch sollten Anleger im Laufe des Jahres auf eine Anzahl von Faktoren achten, die eine mögliche Trendwende an den Märkten verursachen könnten. Zum einen ist die Geldpolitik der angesprochenen Zentralbanken zu nennen. Sollten sie zu schnell an der Zinsschraube drehen, könnte das negative Folgen haben. Zum anderen ist die wirtschaftliche Entwicklung in China genau in den Blick zu nehmen, denn das Land ist einer der wichtigsten Faktoren für den globalen Handel und das Wachstum und damit für die Wertentwicklung an den globalen Aktienmärkten. Es wird zwar erwartet, dass sich Chinas Wachstum 2018 etwas abschwächt. Eine harte Landung der Konjunktur gilt für dieses Jahr aber als unwahrscheinlich.

Aktien bleiben vorerst aussichtsreich

Was Investoren schließlich noch beunruhigt, sind die Bewertungen. Die Aktienmärkte erscheinen absolut gesehen sicherlich nicht mehr günstig – aber welche Anlageklasse ist heutzutage noch günstig? Relativ zu Anleihen sind Aktien immer noch attraktiv bewertet. Das heißt nicht, dass nach den Kurssteigerungen der vergangenen Wochen die Märkte nicht auch eine Korrektur sehen könnten. Insgesamt bleibt das Panorama für Aktien aber aussichtsreich. Das Verlustrisiko von Anleihen hingegen bleibt bei den aktuellen Renditen und vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds weiterhin hoch.

„Haussemärkte entstehen aus Pessimismus, wachsen in Skeptizismus, reifen in Optimismus und sterben schließlich an Euphorie“, lautete eine der Erkenntnisse und Maximen von Sir John Templeton. Wir befinden uns in einer Phase zwischen Skeptizismus und Optimismus. Sollte das so weitergehen, wird die Euphorie nicht lange auf sich warten lassen. Spätestens dann sollten wir vorsichtig werden.

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