Schwere Vorwürfe Staatsanwälte ermitteln gegen Carmignac

Firmengründer und -chef Edouard Carmignac | © Carmignac Gestion

Firmengründer und -chef Edouard Carmignac Foto: Carmignac Gestion

Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Fondsgesellschaft Carmignac Gestion. Das berichtete zuerst die Tageszeitung „Le Monde“, die Behörde hat es inzwischen bestätigt. Es bestehe der Verdacht, dass das Unternehmen Steuern hinterzogen hat.

Es geht um die Jahre 2010 und 2011. Damals soll Carmignac Geschäfte nach Luxemburg verlagert haben. Das Großherzogtum soll dafür besonders niedrige Steuersätze geboten haben. Auch Gehälter für Führungskräfte sollen dort – steuersparend – in Form von Dividenden gezahlt worden sein. Der französische Fiskus findet das offenbar nicht sonderlich gut.

Die Fondsgesellschaft hat inzwischen öffentlich Stellung genommen. Die Mitteilung im Wortlaut lesen Sie hier:

Das Unternehmen widerspricht sowohl der Beurteilung durch die französische Steuerbehörde als auch der strafrechtlichen Bewertung. Carmignac hat diesbezüglich ein Verfahren eingeleitet, während parallel der Steueranpassungsbetrag vorsorglich gezahlt wurde, um mögliche Zinsforderungen zu stoppen.

Die Beschwerde stützt sich auf Elemente, die Teil einer technischen und komplexen Steuerdebatte über die Bewertung von konzerninternen Dividenden sind. Die französische Steuerverwaltung stellt die Beteiligungsfreistellung für diese Dividenden in Frage.

Es ist wichtig festzustellen, dass es in dieser Debatte um einen Sachverhalt geht, der in der Vergangenheit liegt und dessen Risiko nicht mehr besteht.

Zu keiner Zeit waren die Interessen unserer Kunden und unserer Partner betroffen: Der Streit mit den Steuerbehörden betrifft ausschließlich die Gesellschaft und in keiner Weise Carmignac-Fonds.

Übrigens: Sollte auch bei Ihnen mal die Steuerfahndung klingeln, dann zeigt Ihnen dieser Beitrag in unserem Schwestermagazin, dem private banking magazin, was dann zu tun ist.