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Kontoauszug: Nutzer von Tages- und Festgeld auf Online-Plattformen wie Savedo, Weltsparen und Zinspilot sind der Studie zufolge überdurchschnittlich aktiv. Sie legen demnach mehr als doppelt so hohe Beträge an. | © Andreas Morlok / <a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Unverzinstes Vermögen Volumen deutscher Girokonten erreicht Billionengrenze

Die Deutschen sammeln immer mehr Geld auf ihren Girokonten an, zeigen Ergebnisse einer Analyse des Hamburger Fintech-Unternehmens Deposit Solutions. Demnach hat sich das Giroguthaben der Deutschen seit dem Jahr 2011 auf insgesamt 890 Milliarden Euro fast verdoppelt. Voraussichtlich im Dezember dieses Jahres werde die Grenze von 1 Billionen Euro fallen. 

Für die Analyse wurden Daten der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank, dem Statistischen Bundesamt, Eurostat sowie dem Institut für Mittelstandsforschung erhoben und durch das Research-Unternehmen Barkow Consulting ausgewertet.

Aber auch das Guthaben auf deutschen Tagesgeldkonten steigt trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase deutlich. Zwischen 2011 und 2018 belief sich der Zuwachs nach Angaben der Studienautoren auf insgesamt 40 Prozent. Auffällig sei hierbei insbesondere, dass im Jahr 2018 zum ersten Mal die Anzahl der Tagesgeldkonten leicht zurückgegangen ist.

Verbraucher lassen Geld unverzinst liegen

Tim Sievers, Deposit Solutions

„Die Menschen sparen mehr Tagesgeld als noch vor ein paar Jahren, nutzen dafür aber weniger Konten“, erklärt Tim Sievers, Gründer von Deposit Solutions. „Auch das wachsende Guthaben auf unverzinsten Girokonten deutet darauf hin, dass Sparern der Aufwand für die Eröffnung neuer Konten zur verzinsten Anlage in Tages- oder Festgeldern zu hoch erscheint.“

Viele Verbraucher ließen ihr Geld einfach unverzinst auf dem Girokonto liegen, so Sievers weiter. „Wachsende Giroguthaben sind aber weder im Sinne des Kunden noch im Sinne der Bank“, gibt er zu bedenken. „Der Kunde erhält keine Rendite auf sein Erspartes und die Bank wird durch den negativen Einlagenzins der EZB womöglich zusätzlich belastet.“

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