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Thomas Kruse (Gastautor)Aktualisiert am 14.02.2019 - 11:30 UhrLesedauer: 5 Minuten
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Amundi zu europäischen Aktien Mit Value- und Qualitätstiteln in eine neue Marktphase

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2. Gute Unternehmenskennzahlen und aussichtsreiche Bewertungen

Nach einem Jahr des soliden Wachstums dürften sich die Unternehmensgewinne auch 2019 gut entwickeln. Gestützt werden die Gewinne von externen Einflüssen: So stammen mehr als ein Viertel der Gewinne europäischer Unternehmen aus dem Handel mit Schwellenländern. Solange in diesen Märkten die Wirtschaft läuft oder sogar an Schwung gewinnt, profitieren auch europäische Unternehmen.

Auch bei ihrer Entschuldung sind die Unternehmen auf gutem Weg. Nach der Finanzkrise setzten die Firmen viel daran, ihre Produktionskosten zu verringern und Verschuldung abzubauen. Diese Effizienzgewinne ermöglichen ihnen heute, am sich erfreulich entwickelnden konjunkturellen Umfeld zu partizipieren und profitabel zu wirtschaften.
Im Hinblick auf die Aktienbewertungen erscheint Europa im globalen Vergleich chancenreich zu sein. Angesichts des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus sollten Anleger jedoch bei der Auswahl der Assets sehr umsichtig vorgehen.

Befeuern könnte die europäischen Aktienbewertungen eine Zunahme der Fusionen und Übernahmen. Im globalen Maßstab beginnt das Übernahmekarussel bereits an Fahrt zu gewinnen; vorrangig durch entsprechende Aktivitäten in den USA. Europa hingegen liegt bei Mergers & Acquisitions (M&A) zurück – das Volumen war 2017 im Vergleich zu den Jahren vor der Finanzkrise nur halb so hoch. Das gestiegene Unternehmenswachstum und reichlich Cash in den Kassen vieler Unternehmen in Europa bietet inzwischen jedoch die Grundlage für Übernahmen von Firmen mit überzeugenden Geschäftszahlen – solange die politische Landschaft stabil bleibt und die Volatilität nicht zu stark zunimmt. Wir gehen davon aus, dass M&A-Aktivitäten in den kommenden zwölf Monaten leicht zunehmen werden, wodurch sich die Wertschöpfung für Anleger erhöht.

3. Euro: Rückenwind oder Gegenwind?

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar bis zum März 2018 aufgewertet. Seither musste die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar wieder zurückstecken. Aktuell zeigt sich der Euro schwächer als zu Jahresbeginn. Die Abwertung des Euros und die Aufwertung des US-Dollars hängen vorrangig mit der auseinanderlaufenden Geldpolitik von US-Notenbank und Europäischer Zentralbank zusammen.

Auf mittelfristige Sicht könnte der US-Dollar durch die Unwägbarkeiten der US-Politik unter Druck geraten. Auf kurze bis mittlere Sicht dürfte die Stärke des US-Dollars jedoch anhalten.

4. EZB-Politik dürfte europäische Aktien weiterhin stützen

Neben Wechselkursverhältnissen dürfte vor allem die Zinspolitik den europäischen Aktienmarkt beeinflussen. Zinserhöhungen stellen im Allgemeinen ein ungünstiges Umfeld für Aktienkurssteigerungen dar. Traditionell kommen vor allem die Sektoren Immobilien, Telekommunikation und Energieversorgung unter Druck. Doch die Gefahr steigender Zinsen sollte nicht überhand nehmen: Die US-Notenbank dürfte bereits zu zwei Dritteln auf ihrem Zinspfad vorangekommen sein. In Europa dürften die Zinsen weiterhin sehr niedrig bleiben.

Doch auch wenn die Geldpolitik in Europa weiterhin akkommodierend wirkt: Anleger sollten ganz genau hinschauen, welche Aktien sie ins Depot buchen. Der Vorzug ist Titeln mit exzellenten Bilanzen zu geben, die sich in dauerhaft einträglichen Geschäftsfeldern bewegen – und auch in angespannten Marktphasen solide Gewinne erzielen können.

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