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Corona-Krise Deutsche sparen an der Altersvorsorge

Viele private Haushalt in Deutschland schauen derzeit stärker aufs Geld. Denn laut einer repräsentativen Telefon-Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hatten 20 Prozent der Befragten in den Monaten März und/oder April weniger Einkommen als sonst zur Verfügung. Bei vielen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist das Gehalt aus in der aktuellen Corona-Krise zum Beispiel aufgrund von Kurzarbeit gesunken. Und bei vielen Selbstständigen sind die Einnahmen teilweise oder ganz entfallen.

Größere Haushalte sind stärker betroffen

Klaus Morgenstern, DIA

Je größer der Haushalt, desto häufiger verzeichneten die Befragten niedrigere Einkünfte. Während nur 17 Prozent der Ein-Personen-Haushalte im März oder April von Einkommenseinbußen betroffen waren, steigt der Anteil bis auf 28 Prozent bei Haushalten mit vier Personen an. Offenkundig mussten Eltern wegen der häuslichen Betreuung der Kinder Abstriche an der Erwerbstätigkeit machen. Ebenso hatten Teilzeitbeschäftigte häufiger (31 Prozent) Einbußen hinzunehmen als Vollzeitbeschäftigte (24 Prozent).

Von den insgesamt 2.061 Teilnehmern im Alter ab 18 Jahren Befragten, deren Einkünfte in den vergangenen Wochen niedriger als gewöhnlich waren, mussten 8 Prozent ihre Mietzahlungen aufschieben. 13 Prozent ließen Versicherungsverträge beitragsfrei stellen oder kündigten sie sogar. Am häufigsten fiel die Altersvorsorge der schlechteren Einkommenssituation zum Opfer: 19 Prozent kürzten die Sparrate für die Absicherung im Alter oder stellten das Sparen vorerst ganz ein.

„Die Altersvorsorge ist offenkundig einer der Posten, die bei einem finanziellen Engpass zuerst in Frage gestellt werden“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). „Kürzungen bei diesen Verträgen entfalten in aller Regel erst in ferner Zukunft ihre Wirkung und fallen damit leichter.“ Morgenstern rät Sparern aber, die Verträge nicht gleich aufzugeben, sondern die Zahlungen auszusetzen. „So können sie diese später nach einer Verbesserung der finanziellen Lage wieder aufnehmen.“

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