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Plansecur-Chef Johannes Sczepan (r.) und Volker Wieland, Experte für Geldtheorie und Geldpolitik ist Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Das Gremium wurde 2018 mit dem von Plansecur initiierten Vordenker-Preis ausgezeichnet. | © Plansecur

Kommentar zum Herbstgutachten

„Viele bemerken ihre persönliche Rentenkrise zu spät“

„Ohne neue Weichenstellungen in der Rentenversicherung werden wir ab dem Jahr 2025 vor großen Problemen stehen“, sagte Stefan Kooths vom Institut der Weltwirtschaft in Kiel (IfW) bei der Präsentation des Herbstgutachtens deutscher Wirtschaftsinstitute in der vorigen Woche. Die Forscher gehen in ihrer Gemeinschaftsdiagnose davon aus, dass im Deutschland des Jahres 2050 rund 60 Rentner auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter kommen werden. Bereits bis zum Jahr 2045 würden die Sozialausgaben von heute knapp 1 Billion Euro auf dann 1,6 Billionen Euro ansteigen.

Diese „Warnung der führenden Wirtschaftsforscher Deutschlands vor der Rentenfalle ist nicht nur eine Mahnung an die Politik, sondern betrifft beinahe jeden Deutschen“, kommentiert Johannes Sczepan, Geschäftsführer der Finanzberatungsgruppe Plansecur aus Kassel. „Wer sich nicht auf die Politik verlassen will, ist gut beraten, sich selbst um seine private Altersvorsorge zu kümmern“, mahnt der Chef der konzernunabhängigen Unternehmensgruppe für Finanzplanung und Vermittlung. Denn noch immer erschienen diese Fakten vielen Menschen als „abstrakte Zahlen in ferner Zukunft“.

„Aber wer heute 20, 30 oder 40 Jahre alt ist, wird zu den unmittelbaren Betroffenen gehören, die in einigen Jahrzehnten in die Rentenfalle geraten“, mahnt Sczepan. „Wir scheinen politisch von einer Krise in die nächste zu geraten – von der Finanz-, in die Flüchtlings-, in die Klima- und in die Wirtschaftskrise“, so der Plansecur-Chef weiter. „Es ist zu befürchten, dass weite Teile der Bevölkerung angesichts dieses ständigen Krisengezeters ihre eigene persönliche Rentenkrise erst bemerken, wenn es zu spät ist.“

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