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Arbeiter im BMW-Werk in Leipzig: Eine Transaktionssteuer würde auch auf die Aktien der großen deutschen Autobauer anfallen. | © Getty Images

Mehr Schulden, weniger Anleger Berufsverband warnt vor Folgen der Finanztransaktionssteuer

Eine Finanztransaktionssteuer verzerre die Unternehmensfinanzierung und sei kontraproduktiv für die Finanzmarktstabilität sowie die Altersvorsorge, heißt es in einer Stellungnahme der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA). Der Berufsverband appelliert an die Politik, von einer „reinen Aktiensteuer“ abzusehen. 

Die Steuer erschwere börsennotierten Unternehmen den Zugang zum Eigenkapitalmarkt und gefährde damit Wachstum, Innovation und Beschäftigung, so der Verband weiter. Als Folge befürchtet der DVFA einen Anstieg der Unternehmensverschuldung. Da die Abgabe auf den Kauf und Verkauf von Aktien ab einer Marktkapitalisierung von 1 Milliarde Euro greifen soll, wären in Deutschland etwa 140 Unternehmen betroffen.

Eine Finanztransaktionssteuer könne zudem dazu führen, dass sich Kleinanleger gegen Aktien entscheiden. „Ein breit gestreutes Aktiendepot oder ein Aktiensparplan ist im Rahmen der Altersvorsorge eine sehr gute Ergänzung zum Umlageverfahren und hilft so, den Lebensstandard der Menschen im Alter zu sichern“, so der Berufsverband. Das gelte insbesondere in Zeiten, in denen es keine Zinsen auf Erspartes gibt.

Im Ergebnis führe eine solche Abgabe, wie sie das Bundesfinanzministerium um Olaf Scholz (SPD) plant, nicht zu mehr, sondern zu weniger Finanzmarktstabilität. „Das kann politisch nicht gewollt sein“, heißt es vom DVFA. Die Politik sollte stattdessen langfristige Vorsorgeanlagen fördern, so der Berufsverband.

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