Aktualisiert am 12.03.2021 - 16:15 UhrLesedauer: 2 Minuten
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Carmignac-Stratege erklärt Warum die US-Wahl Anlegern nicht den Schlaf rauben sollte

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Man bräuchte viel mehr Platz, um zu untersuchen, warum die Politik trotz aller Anstrengungen in der Praxis kaum Einfluss auf die bedeutenden wirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte hat. Dazu müsste man analysieren, welche Rolle die noch relativ unabhängigen Zentralbanken spielen, wie weit die Autonomie der großen Konzerne geht und wie groß in Washington die Kompromissbereitschaft ist. Auf kurze Sicht ist es wichtig, die Bedeutung der Wahl des nächsten US-Präsidenten für die Märkte nicht überzubewerten.

Wenn es überhaupt eine Wahl gibt. Die wirklich neue Dimension der Wahl im November ist, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass der Sieger weder am nächsten Morgen noch in den Wochen danach feststehen wird. Die staatlichen US-Organe könnten wegen Wahlanfechtungen jeglicher Art vorübergehend blockiert werden – und diese Möglichkeit, die durch die plötzliche Ernennung einer neuen Richterin am Obersten Gerichtshof noch verstärkt wird, macht die Auswirkungen dieser Wahl noch unsicherer.

Ein Grund mehr, sich von dieser Wahl nicht den Schlaf rauben zu lassen. Weitaus wichtiger für die Wertentwicklung von Börsenanlagen ist es, die Sektoren und Unternehmen zu bestimmen, die entsprechend ihren inhärenten Vorzügen oder aufgrund von tiefgreifenden zyklischen oder strukturellen Entwicklungen in der Lage sein werden, ihre Ertragskraft in den kommenden Jahren zu steigern.

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