Nachdenklicher Mann am Laptop. Die Allianz will mit dem digitalen Foto: Imago / Westend61

Digitales Rentenkonto

Allianz bringt Rentenrechner

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Deutsche Rentenversicherung, Riester-Vertrag, private Rentenversicherung – wie hoch sind eigentlich die Rentenansprüche insgesamt im Alter? Das fragen sich viele, die sich mit dem Thema befassen. Für mehr Übersichtlichkeit soll künftig eine digitale Rentenübersicht sorgen, die laut einem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ab Herbst 2022 verfügbar sein soll. Wer nicht bis dahin warten möchte, kann schon heute ein ähnliches Tool nutzen, das die Allianz entwickelt hat. Der so genannte „Rentenkompass“ steht auch Nicht-Kunden offen, die sich einen Überblick über ihre Rentenansprüche verschaffen wollen.

Das Tool ermöglicht unter anderem die Ermittlung der späteren Brutto- und Netto-Rente entsprechend der derzeit geltenden steuerlichen Vorschriften. Dabei können auch andere Einnahmequellen wie etwa Mieteinnahmen oder Erträge aus Kapitalanlagen erfasst werden.  Auch die Inflation wird nach Angaben der Allianz in die Berechnungen einbezogen.

Im Visier hat die Allianz mit dem Rentenkompass sowohl Berufseinsteiger als auch Berufstätige und Personen, die bereits kurz vor dem Rentenalter stehen.  Der Versicherer will mit dem Rentenkompass dazu beitragen, eine realistische Einschätzung zur privaten Altersvorsorge zu erhalten.

Bereits 2017 hatte das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) Vorschläge für ein digitales Rentenkonto vorgelegt und sich dabei an der Vorgehensweise in anderen Ländern orientiert, die ein solches Tool bereits anbieten. Die Diskussion um ein spartenübergreifendes Rentenkonto wird laut DIA bereits seit den 90er Jahren geführt.

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