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Niedlich, aber diese Erdölpumpe im texanischen Luling funktioniert: Der Preis für die texanische Sorte WTI sank – zumindest an der Terminbörse – zwischenzeitlich unter null. | © imago images / Xinhua / Wang Ying Foto: imago images / Xinhua / Wang Ying

Fässer, Flugzeug, Finanzanleihen

Das sind Aktie, Markt und Fonds des Monats April 2020

Markt des Monats: Öl

Die Welt braucht weniger Öl. Der aufgrund der Corona-Pandemie stark gesunkene Bedarf löste vor allem in den USA Preis-Turbulenzen aus. Die Zankerei zwischen den Erdölförderländern tat ihr übriges, sorgte sie doch dafür, dass Saudi-Arabien die Produktion hochschraubte.

Im Ergebnis waren neue Rekorde zu beobachten wie der größte Preis-Absturz seit einem Jahresbeginn. Zudem gab es erstmals negative Preise beim WTI-Terminkontrakt.

Randvolle Lager hatten in den USA dazu geführt, dass Spekulanten sogar bereit waren, den Abnehmern ihrer Ölbestände Geld zu bezahlen, um nicht noch mehr von dem Energieträger horten zu müssen. Das hatte nicht zuletzt zur Folge, dass der Unterschied zwischen WTI und der Nordseesorte Brent so stark zunahm wie noch nie zuvor. Letztere rutschte zu keinem Zeitpunkt in den negativen Bereich.

Aktie des Monats: Lufthansa

Als besonders katastrophales Investments entpuppte sich jüngst die Aktie der Lufthansa. Seit Jahresbeginn verlor sie mehr als die Hälfte ihres Werts. Mit dem vorläufigen Ende des Flugverkehrs wegen der Corona-Gefahr geriet auch das Dax-Unternehmen in Schieflage. Nun scheint es nur noch eine Rettung zu geben: Zwei Jahrzehnte nach ihrer Privatisierung könnte der Staat wieder bei der angeschlagenen Fluggesellschaft einsteigen und den Steuerknüppel übernehmen.

Unklar ist indes, ob die Aktionäre das dann gut finden oder eher nur mittelprächtig. Davon würde nicht zuletzt der weitere Kursverlauf abhängen. Noch sträubt sich das Unternehmen mit dem Kranich im Logo und versucht, möglichst wenig staatlichen Einfluss zuzulassen. Auch irgendwie verständlich.

Fonds des Monats: Unieurorenta

Das 1984 aufgelegte Staatanleihen-Portfolio Unieurorenta (ISIN: DE0008491069) von Union Investment, Fondsanbieter der Volks- und Raiffeisenbanken, war im März einer der größten Gewinner auf dem Markt. Nachdem der Fonds in den Monaten zuvor netto jeweils leichte Abflüsse hinnehmen musste, erwarben Anleger im dritten Monat des Jahres Anteile für mehr als 3 Milliarden Euro.

Das Portfolio enthält in Euro ausgegebene Anleihen weltweiter Emittenten. Schwerpunkt sind Staaten, deren Anteil derzeit rund 48,9 Prozent ausmachen. Ebenfalls in überschaubaren Dosen sind Pfandbriefe und Unternehmensanleihen erlaubt. Derzeit fallen sie mit 13,7 beziehungsweise 10,2 Prozent ins Gewicht, Bankanleihen eingerechnet. Mehr als ein Fünftel liegen aktuell in Liquidität.

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