Fortbildungskongress Das 1. Finanzplaner Forum Dresden in Bildern

Zum ersten Termin in Dresden folgten lediglich ein Dutzend Finanzplaner aus Sachsen der Einladung. Die kleine Gruppengröße bietet allerdings auch Vorteile: Die Veranstaltung gewann Workshop-Charakter, alle Referenten konnten auch spezielle Fragen der Anwesenden beantworten.

Zwar folgten nur ein Dutzend Berater der Einladung von Otto Lucius und Guido Küsters zum ersten Finanzpander Forum in Dresden. Die Bildungsreihe gastierte damit erstmalig in Ostdeutschland. Vorteil der kleinen Gruppengröße war jedoch: Die Referenten konnten sehr individuell auf Fragen der Teilnehmer einzugehen, wodurch die Veranstaltung einen Workshop-Charakter bekam. 

Den Auftakt machte Hans-Ulrich Dietz, Lehrbeauftragter der Frankfurt School of Management and Finance. Dietz stellte relevante Änderungen im deutschen Steuerrecht vor – von Melde- und Anzeigepflichten bei Auslandsgesellschaften bis hin zu schenkungssteuerlichen Zuwendungen unter Ehegatten. Zum Urteil des Bundeverfassungsgericht, das die Grundsteuer kürzlich als nicht vereinbar mit dem Grundgesetz beurteilt hatte, sagte der Experte: „Die neue Grundsteuer soll ergebnisneutral sein, daran glaube ich aber nicht, es wird immer Gewinner und Verlierer geben.“ Dietz rechnet mit einer gesetzlichen Neufassung im Laufe des Jahres 2019.

Unzulängliche Testamente

Jörg Plesse, Erb- und Stiftungsmanager mit rund 20 Jahren Berufspraxis, informierte und unterhielt das Auditorium gleichermaßen mit einer Fülle interessanter Praxisfälle zu unfreiwillig falsch abgefassten Testamenten. Die Themen Erb- und Stiftungsrecht sind ein Dauerbrenner in der Bildungsreihe des Finanzplaner Forums. 

Laut einer Allensbach-Untersuchung seien Testamente in mehr als 80 Prozent der Fälle unzulänglich. „Hauptgrund dafür sind die mangelhafte Individualisierung und oftmals auch die mangelnde Aktualität bezüglich der Lebensumstände“, so Plesse. In seinem Vortrag stellte er eine Checkliste vor, mit der sich gängige Fehler bei der Testamentsabfassung seiner Ansicht nach vermeiden ließen.

Auch Robert Strauch vom Institut für Vermögensstrukturierung knüpfte ausführlich an das komplexe Thema Erben an. Mit großem Einsatz beantwortete individuelle Fragen der Teilnehmer.

Anlegen unter Niedrigzinsbedingungen

Drei thematisch sehr unterschiedliche Vorträge beleuchteten rankten sich ganz Allgemein um das Thema Anlegen im Niedrigzinsumfeld. So verwies Thomas Hammer, Vertriebsdirektor Westdeutschland von Jupiter Asset Management, auf Anlagemöglichkeiten in Schwellenländern. Neben Russland bevorzugt Jupiter vor allem den indischen Aktienmarkt.

Fondsmanager Sven Pfeil, bei der Fondsboutique Aramea Asset Management für Hybridanleihen verantwortlich, stellte das Rentensegment Nachranganleihen vor. Dabei ging er auch auf deren Risiken von Nachranganleihen und entsprechende Vorkehrungen seitens Aramea ein.

Markus Haefliger von Plenum Investments wiederum erläuterte das Konzept von Katastrophenanleihen (Cat-Bonds). Bei diesen hängt die Rückzahlung des Kapitals vom Eintreten einer Großkatastrophe wie eines Erdbebens oder Sturms ab. Haefliger verwies darauf, dass das Anlagesegment mit anderen gängigen Anlageklassen nicht korreliert sei. 

7,5 Credits

Die Teilnehmer des Finanzplaner Forums in Dresden erhielten 7,5 CPD-Credits für ihre verpflichtende Weiterbildung. Ein Certified Financial Planner (CFP) muss jährlich jeweils 30 CPD-Credits (sogenannte Continuing Professional Development Credits) aus der Weiterbildungsordnung der Verbände FPSB/EFPA nachweisen können, um den Bildungstitel zu behalten.

Das nächste Veranstaltung der Bildungsreihe ist das 4. Finanzplaner Forum Nord, das am 19. Juni in Hamburg stattfindet. DAS INVESTMENT wird als langjähriger Medienpartner weiterhin über die Themen der Veranstaltungsreihe in Bild und Wort berichten. Die Agenda und eine Anmeldemöglichkeit sind hier zu finden >>

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