Solvecon-Chefanalyst Folker Hellmeyer „Für Edelmetall-Anlagen gibt es immer mehr gute Gründe“

Ein Bild am Eingang des Geldmuseums der Deutschen Bundesbank zeigt die physikalische Eigenschaften von Gold. Dem Edelmetall kommt aktuell eine immer größere Bedeutung zu, findet Solvecon-Mann Folker Hellmeyer. | © Getty Images

Ein Bild am Eingang des Geldmuseums der Deutschen Bundesbank zeigt die physikalische Eigenschaften von Gold. Dem Edelmetall kommt aktuell eine immer größere Bedeutung zu, findet Solvecon-Mann Folker Hellmeyer. Foto: Getty Images

Folker Hellmeyer

Für Edelmetallinvestments gebe es aktuell immer mehr Gründe, findet Folker Hellmeyer. Eine Einschätzung zum Thema Gold- und Edelmetall-Investments gab der Chefanalyst der Bremer Fondsboutique Solvecon in einem Videointerview auf der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse in München.

Immer mehr Länder wendeten sich beim Management ihrer Währungssysteme vom Dollar als globaler Leitwährung ab, so Hellmeyer. China und Japan etwa verlagerten ihren bilateralen Handel in die heimischen Währungen Yuan und Yen. Durch die sinkende Bedeutung des Dollars ergäben sich „Spielräume im globalen Organigramm des Finanzwesens“. Den Takt beim Wandel geben laut Hellmeyer die aufstrebenden Märkte vor: Ihr Anteil am Welthandel liege immerhin bei bereits 70 Prozent.

Profiteur dieser Entwicklung sei Gold. Hellmeyer bezeichnet das Edelmetall als „Anker“ in einer sich neu ordnenden Finanzwelt. „Gold stellt keine Verpflichtung gegenüber jemandem dar“, so Hellmeyer. Aufgrund seiner Knappheit habe es aber eine „intrinsische Kraft“.  Das hätten auch China und andere aufstrebende Länder erkannt: Ihre Zentralbanken stockten mittlerweile massiv Edelmetallreserven auf.