Konkurrenz bei Kfz-Policen Direktversicherer geben mehr Geld für Werbung aus

Die Werbeausgaben der Anbieter von Direktversicherungen am deutschen Markt haben zwischen Juni 2018 und Mai 2019 ein Volumen von 156 Millionen Euro erreicht. Mit dem aktuellen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent setzt sich der Wachstumstrend der jüngsten Vergangenheit fort. Das berichtet die Marktforschungsberatungsgesellschaft Research Tools mit Sitz in Esslingen am Neckar bei Stuttgart in ihrer Studie „Werbemarktanalyse Direktversicherungen 2019“, in der sie aktuelle Trends in zwölf Teilmärkten darstellt.

Der jüngste Anstieg der Werbeausgaben entfällt hauptsächlich auf den Teilmarkt für Kfz-Versicherungen, auf dem sich die sogenannten Spendings mit nun 49 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben. Einen Anstieg um 8 Millionen Euro verzeichnet der Teilmarkt Lebensversicherungen. Mit den zunehmenden Werbeausgaben hat das Fernsehen als wichtigstes Werbemedium der Direktversicherungsbranche an Bedeutung gewonnen: 64 Prozent aller Spendings entfallen inzwischen auf das Medium TV, das mit Internet-, Print- und Radiowerbung konkurriert.

Hohe Konzentration im Werbemarkt 

Eine weitere Erkenntnis der Studienautoren lautet: Die Konzentration im Werbemarkt der Direktversicherer ist beträchtlich. Die fünf wichtigsten Anbieter repräsentieren 83 Prozent des gesamten Werbemarkts. Vier davon werben für Kfz-Versicherungen und tragen damit zum starken Wachstum dieses Teilmarkts bei. Cosmos Direkt, Ergo Direkt und Friday zählen laut Research Tools zu den Versicherern mit der größten Werbedynamik. Um insgesamt mehr als 31 Millionen Euro haben diese drei Marken ihre Spendings aufgestockt.

Ein Newcomer im Werbemarkt für Direktversicherungen ist hingegen Coya, ein Berliner Anbieter von Hausrat-, Diebstahl- und Privathaftpflicht-Policen. Das Insurtech startete seinen Werbeauftritt zwar erst im September. Auf Sicht von fünf Jahren ist es aber nach Friday nun der zweite Neuzugang in der Riege der jetzt elf Werbeschwergewichte, die aktuell jeweils mit Werbung in einem Volumen von mehr als einer Million Euro für sich trommeln. Neun von ihnen haben ihre aktuellen Spendings im Vergleich zum Vorjahr aufgestockt. 

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