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Tanz-Performance von Studenten im Rahmen einer Verkehrssicherheitskampagne: Im indonesischen Jakarta bietet ab sofort eine U-Bahn eine Alternative zum stauanfälligen Straßenverkehr. | © Getty Images

Wie es nach der Jahresauftakt-Rally weitergeht

Investitionen in Schwellenländer bleiben bedeutsam

Seit Anfang 2019 befinden sich fast alle Anlageklassen im positiven Bereich. Zugleich ist die Volatilität weiterhin gering. Leben wir in einer perfekten Welt? Wohl kaum. In bestimmten Marktbereichen, in denen sich die Rallye zu weit und zu schnell ausgebreitet hat und über das hinausgeht, was die Fundamentaldaten rechtfertigen, tut Zurückhaltung not. Im März sind wir bei den Risikoaktiva deshalb kurzfristig vorsichtiger geworden – die Risiken überwiegen. Eine beträchtliche Menge guter Nachrichten scheint in den Märkten eingepreist zu sein. Da sich der größte Teil der Bewertungslücke nun geschlossen hat, bräuchten wir jetzt eine gewisse Verbesserung des Makroszenarios, um über das derzeitige Niveau nach oben hinauszukommen. Auf der Makroseite erwarten wir jedoch weiterhin eine konjunkturelle Abschwächung und weitere Abwärtsrisiken. Rezessionsrisiken dürften allerdings gering bleiben. Die Politik der Zentralbanken dürfte weiterhin akkommodierend bleiben. Wir beobachten jedoch die Kommunikationspolitik der US-Notenbank genau. Jedes Signal der Fed, ihre eigenen Interessen ungeachtet der Marktlage zu verfolgen, könnte Auslöser für eine Marktkorrektur sein.

Developed-Markets-Aktien schon weit gelaufen

Während wir gegenüber Risikoaktiva mittelfristig positiv gestimmt bleiben, gehen wir davon aus, dass insbesondere Aktien kurzfristig konsolidieren könnten. Wir verfolgen daher eine gewisse taktische Risikominderung und nehmen eine Aktienrotation vor. Insbesondere bei Aktien aus den Developed Markets sind wir vorsichtiger geworden – die Bewertungen sind nicht mehr so attraktiv wie zu Jahresbeginn. Unsere Gründe für eine größere Zurückhaltung bei europäischen und US-Aktien sind die starken Zuwächse aufgrund der Rallye der vergangenen Monate und beträchtliche Gewinnmitnahmen, die alles andere als eine baldige Bodenbildung erwarten lassen. In Europa lauern gewisse politische Risiken im Hintergrund, darunter vor allem der Brexit, aber auch das Risiko von US-Zöllen auf den EU-Automobilsektor. Beides könnte im Ernstfall europäische Aktien belasten.

In den USA unterliegt der Aktienmarkt einer sich verschlechternden Wirtschaftsdynamik und Turbulenzen in der US-Steuerpolitik, so dass die Debatte über die US-Schuldenobergrenze kurzfristig wieder aufgenommen werden dürfte. Auch gegenüber Japan sind wir derzeit wieder neutral eingestellt. Die Ergebnisse der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China werden in Kürze erwartet. Sollte es keine Lösung geben, könnte sich der japanische Markt aufgrund eines stärkeren Yen, der in der Regel als Sicherer Hafen fungiert, schlechter entwickeln.

Schwellenländer nach wie vor reizvoll

Wir sind nach wie vor positiv gestimmt, was Schwellenländer-Aktien betrifft. Hier sieht für uns insbesondere der chinesische Markt fair bewertet aus und weist sich verbessernde Fundamentaldaten auf. Unsere Anleihen-Engagements haben wir in den Schwellenländern verstärkt. Wir erwarten, dass sie von der Suche nach Renditen im Niedrigzinsumfeld in Verbindung mit nach wie vor günstigen Ausfallraten gestützt werden. Bei Anleihen aus den Developed Markets bevorzugen wir Investment-Grade-Anleihen aus Europa gegenüber ihren Pendants aus den USA: Uns reizen langfristig bessere Fundamentaldaten sowie die vergleichsweise wohlwollendere Unterstützung von Wirtschaft und Märkten durch die Europäische Zentralbank.

Hohe Goldexponierung aktuell nicht zwingend

Bei der Duration bleiben wir insgesamt vorsichtig. Wir bevorzugen US-Treasuries gegenüber deutschen Bundesanleihen, obwohl die Bewertungen von US-Treasuries auf dem derzeitigen Niveau nicht sonderlich attraktiv sind. Auf der Währungsseite haben wir uns in Anbetracht der anhaltenden Unklarheiten in Bezug auf den Brexit gegenüber dem Britischen Pfund neutral positioniert.

Nachdem wir unsere Gesamtrisikoeinstellung leicht zurückgenommen haben, sind wir der Meinung, dass Anleger ihre Absicherung mit Gold reduzieren sollten.

Soweit nicht anders angegeben, beruhen die hier enthaltenen Ansichten auf Recherchen, Berechnungen und Informationen von Amundi Asset Management und haben den Stand 27.03.2019. Diese Ansichten können sich jederzeit ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Es gibt keine Gewähr, dass sich Länder, Märkte oder Branchen wie erwartet entwickeln werden. Diese Veröffentlichung ist kein Verkaufsprospekt und stellt kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Anteilen in Ländern dar, in denen ein solches Angebot nicht rechtmäßig wäre. Außerdem stellt diese Veröffentlichung kein solches Angebot an Personen dar, an die es nach der jeweils anwendbaren Gesetzgebung nicht abgegeben werden darf. Amundi Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Amundi Gruppe.

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