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Felix Hufeld: Der Bafin-Präsident bricht in einem aktuellen Interview eine Lanze für den Provisionsvertrieb. | © © Bernd Roselieb / BaFin

Bafin-Präsident Felix Hufeld Provisionsvertrieb nicht als „Hort des Bösen“ betrachten

Honorarberater sind die Lieblinge vieler Politiker und Verbraucherzentralen hierzulande. Diese einseitige Parteinahme stößt nicht nur klassischen Finanzvertrieblern sauer auf: „Ich muss immer ein wenig schmunzeln, wenn manche Lobbyisten die Beratung auf Honorarbasis als Lösung aller Probleme hinstellen“, erklärt Felix Hufeld in einem aktuellen Interview mit Spiegel Online.

Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnt: „Man riskiert sozialpolitische Verwerfungen, wenn man provisionsbasierte Beratung verbietet.“ Als Negativbeispiel nennt der Chef der deutschen Finanzaufsicht Großbritannien. Dort sind Provisionen seit fünf Jahren tabu. Laut Hufeld endete der Versuch allerdings „mit einem erschreckenden Ergebnis“.

„Es gibt deutliche Anzeichen, dass breite Bevölkerungsschichten seitdem von der Altersvorsorgeberatung faktisch abgeschnitten sind“, berichtet Hufeld. Denn insbesondere Geringverdienern zögerten, für Finanzberatung Geld zu bezahlen. „Wer den Provisionsvertrieb als Hort des Bösen betrachtet und Honorarberater als die besseren Menschen, dem kann ich nur sagen: Träum weiter.“

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