19 Anleihe-Experten wagen einen Ausblick Wann ist ein Kursrutsch am Rentenmarkt zu befürchten?
- AB: „Leichte Normalisierung der Zinsrate“ Seite 1
- Aberdeen: „Auch Europa wäre betroffen“ Seite 2
- AXA IM: „Die Fed wirkt auf mich planlos“ Seite 3
- Bantleon: „Moderater Renditeanstieg“ Seite 4
- BlackRock: „Nur moderate Auswirkungen“ Seite 5
- Deka: „Treasury interessante Alternative“ Seite 6
- Deutsche AM: „Zinsanstieg im Dezember“ Seite 7
- EdRAM: „Keine Bedrohung der Märkte“ Seite 8
- Ethenea: „Fed bekommt letzte Chance“ Seite 9
- Fidelity: „Nicht vor Mitte oder Ende 2017“ Seite 10
- Franklin Templeton: „Langsam und stetig“ Seite 11
- HSBC GAM: „Dilemma der reflexiven Fed“ Seite 12
- JPMorgan AM: „Nur 1 Zinsanhebung 2017“ Seite 13
- M&G: „Der Markt wird vorbereitet sein“ Seite 14
- NN IP: „Anstieg wird moderat ausfallen“ Seite 15
- Schroders: „Chancen zur Alphagenerierung“ Seite 16
- T. Rowe Price: „Temporäre Korrektur“ Seite 17
- UBS AM: „Umfeld bleibt vorerst bestehen“ Seite 18
- Union Investment: „Zinswende schon vorbei“ Seite 19
„Zinswende schon vorbei“
Frank Engels, Leiter Rentenfondsmanagement bei Union Investment:
„Das Zeitfenster für weitere Zinserhöhungen seitens der Fed schließt sich. Handfeste ökonomische Gründe für eine Straffung der Geldpolitik gab es in den USA ohnehin in diesem Zyklus nicht. Zu gering war bislang der Preisdruck, zu moderat das Wachstum, als dass es einen nachhaltigen Zinserhöhungspfad gerechtfertigt hätte. Zwar waren die Konjunkturdaten gut genug, um einen einzelnen Zinsschritt im Dezember 2015 zu rechtfertigen – aber eben auch nicht mehr. Aktuell nehmen die Fragezeichen auf der Wachstumsseite sogar eher zu.
Wir erwarten daher weder für den Rest von 2016 noch für das kommende Jahr weitere Zinserhöhungen. Die Zinswende in den USA ist schon vorbei, bevor sie richtig angefangen hat.
Vor diesem Hintergrund sehen wir aktuell keine Anhaltspunkte für perspektivisch stärker steigende Renditen. Im Gegenteil: Die Geldpolitik verankert sowohl den mittleren Bereich, wie auch das kurze Ende der Zinsstrukturkurve, auf niedrigen Niveaus. Zur Jahresmitte 2017 sehen wir die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei 1,3 Prozent und zweijähriger bei 0,4 Prozent. Zusatzrenditen bleiben in diesem Niedrigzinsumfeld also gefragt.“
