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Rentenpolitik in Deutschland
Zukunft der Altersvorsorge: Bundesregierung uneins über Aktienrente
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Rentenpolitik in Deutschland Zukunft der Altersvorsorge: Bundesregierung uneins über Aktienrente

Christian Lindner (FDP) und Hubertus Heil (SPD)
Handschlag am Kabinettstisch: Die Bundesminister Christian Lindner (FDP) und Hubertus Heil (SPD, r.) wollen das sogenannte Generationenkapital bis zum Jahr 2035 auf 200 Milliarden Euro anwachsen lassen. | Foto: Imago Images / Frank Ossenbrink

Auf bis zu 200 Milliarden Euro soll das sogenannte Generationenkapital bis zum Jahr 2035 wachsen. Dazu müssten ab 2024 pro Jahr jeweils mindestens 12 Milliarden Euro in die kapitalgedeckte Säule der gesetzlichen Rentenversicherung fließen. Hierauf haben sich zumindest das Finanz- und das Arbeitsministerium verständigt, berichtet das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Bislang sind im diesjährigen Haushalt 10 Milliarden Euro für das zuvor Aktienrente genannte Projekt reserviert, das die Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt hatten. 

Dieses Startkapital für die stärker kapitalgedeckte Rente hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) lediglich als Anfang bezeichnet, um in etwa einem Jahrzehnt „einen signifikanten dreistelligen Milliardenbetrag“ zur Verfügung zu haben. Hierfür müsse der FDP-Chef aber noch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) überzeugen. Laut Handelsblatt bestätigten mehrere Regierungsmitglieder, dass das Wirtschaftsministerium die Zielmarke von 200 Milliarden Euro nicht unterstütze. Zu groß sei demnach das Risiko, dass sich die staatlichen Aktien-Investments als Verlustgeschäft herausstellen. 

Startkapital für kapitalgedeckte Rente 

Einig sei sich Lindner laut Handelsblatt hingegen mit Hubertus Heil (SPD). Der Bundesarbeitsminister will noch im Sommer ein entsprechendes Rentenpaket vorlegen, mit dem auch das Rentenniveau in Deutschland stabil gehalten werden soll: Ein Rentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat, soll 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers erhalten. Um hierfür nicht die auch von den Arbeitgebern zu zahlenden Beiträge steigen zu lassen, solle das kapitalgedeckte Generationenkapital steigende Ausgaben auffangen. 

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Als Schritt in die richtige Richtung sieht auch Martin Stenger die „Aktienrente, die eigentlich eine Rücklage“ sei. „Denn wir brauchen künftig eine noch viel stärker kapitalgedeckte Finanzierung der gesetzlichen Rente“, erklärt der Vertriebsdirektor der US-Fondsgesellschaft Franklin Templeton hierzulande und Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Altersvorsorge des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI). „Der Blick auf das Thema Altersvorsorge muss viel breiter gefasst werden“, sagt er mit Blick auf den aktuellen Abschlussbericht eines Expertengremiums

„Fokusgruppe private Altersvorsorge“ 

Die Fokusgruppe private Altersvorsorge hatte im Juli Vorschläge präsentiert, wie das deutsche Rentensystem grundlegend verändert werden kann. Verbraucher sollen demnach unter anderem die Produkte für ihre private Altersvorsorge flexibler auswählen können: Das zukünftig staatlich zu bezuschussende Altersvorsorge-Depot ist aber „ganz klar als private Ergänzung der gesetzlichen Rente gedacht, nicht als Ersatz für die Riester-Rente“, betont Stenger. „Es ist gegenüber anderen Vorsorgeprodukten viel flexibler in allen Lebenslagen. Das ist den Menschen heute sehr wichtig.“ 

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