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Aktualisiert am 21.04.2020 - 15:40 Uhrin Corona-Krise

Bei Anlegerlieblingen nachgefragt So stellen sich bekannte Fondsmanager jetzt auf (Teil 1)

 | © Anna Rauchenberger
Foto: Anna Rauchenberger

Francis Ellison, Kundenportfoliomanager für europäische Aktien, über den Threadneedle European Select (ISIN: LU0713326832)


Wie waren Sie zu Beginn des März aufgestellt?

Im Grunde wie in vielen Jahren zuvor auch – mit einem Schwerpunkt auf außergewöhnlichen Unternehmen – hochwertige Geschäftsmodelle mit Wettbewerbsvorteilen in Branchen wie Konsumgütern, Technologie, Gesundheit und Industrie. Nur wenig engagiert sind wir in Branchen ohne sichtbares Wachstum oder mit austauschbaren Produkten, wie Banken und Öl-Unternehmen.

Was im Portfolio lief im März gut, was nicht so?

Unsere Positionen in Konsumaktien, Technologie und Gesundheit liefen überdurchschnittlich. Nestlé, die größte Aktie in Europa, ist dafür ein gutes Beispiel. Aber auch Roche, SAP und ASML liefen besser als der Markt. Weniger gut schnitten Unternehmen aus der Freizeitbranche ab. Wir sind aber zuversichtlich, dass diese Unternehmen finanziell stabil sind und langfristig starke Geschäftsmodelle haben.

Betreiben Sie Risikosysteme? Wann haben die wie angeschlagen?

Ja, wir haben eins. Und es funktionierte in dieser Zeit gut und zeigte alle relevanten Probleme an.

Wie haben Sie Ihr Portfolio im März verändert?

Wir haben Positionen in Unternehmen ausgebaut, deren Kursverluste nicht im Verhältnis zu dem geringen Einfluss stehen, den die Krise langfristig auf die Geschäftsmodelle hat. Wir haben außerdem einige unserer Positionen daraufhin geprüft, ob die kurzfristigen Kriseneinflüsse in den Kursen inzwischen ausreichend eingepreist sind. Und wir haben dort Gewinne mitgenommen, wo die Bewertungen im Vergleich zum Rest des Marktes und ähnlichen Aktien überzogen wirkten.

Wie sind Sie jetzt aufgestellt und blicken in die Zukunft?

Unsere generelle Aufstellung hat sich nicht verändert. Wir behalten den Schwerpunkt auf hochwertige Unternehmen mit überdurchschnittlich transparenten Renditen und Gewinnen. Damit gewichten wir solche Branchen wie Technologie, Gesundheit, einige Industrie- und Konsumaktien über. Untergewichtet haben wir seit vielen Jahren Finanztitel. Denn Banken haben Überkapazitäten, schlechte Kapitalkennzahlen und starken Konkurrenz- und Preisdruck.

Wie hoch war und ist Ihre Kasse?

Sie liegt zurzeit etwas über 2 Prozent, um so flexibel wie nötig zu bleiben. Wir nutzen aber die Cash-Quote nicht taktisch.

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